[Intro]
Ebm | Ebm | Ebm | Ebm |
Ebm | Ebm | Abm | Ebm |

[Strophe 1]
Ebm                                   Gb
Ein PhÀnomen, das uns in Deutschland oft begegnet:
Db                  Ebm
Es ist Hochsommer, doch es regnet,
Ebm                     Gb
weil Petrus, mit Sicherheit ein frommer Christ,
Db                        Ebm
gelegentlich vergisst, dass Sommer ist.
B                            B
Und das tut er mit besonders großer Freude
Ebm                      Ebm
natĂŒrlich ausgerechnet heute
B                        Cdim
hier auf diesem riesigen Open-Air.
Fm7                              Bb7
Ich komm mir vor, als ob ich in den Tropen wÀr'!

[Strophe 2]
Ebm                      Gb
Das Publikum, man höre und staune,
Db                              Ebm
hat irgendwie nicht so richtig gute Laune.
Ebm                             Gb
Ich seh' se, wie se auf der durchgeweichten Wiese liegen
Db                        Ebm
und wie se auf der Wiese die Krise kriegen.
B                          B
Mir hört kaum noch einer zu
Ebm                             Ebm
und die wenigen, die's noch tun, rufen: "Buh!"
B                                    Cdim
Ich glaub, ich stand noch nie so auf dem Schlauch.
Fm7                          Bb7
Wo ist eigentlich der Klimawandel, wenn man ihn mal braucht?

[Refrain]
Ebm       Ebm
Deswegen bin ich gegen den Regen.
Abm                             Ebm
Der Regen hört nicht auf, mich aufzuregen.
Ebm               Gb      Ab     Bb7 Bb7
Regen macht mich tierisch depressiv.
Ebm           Db
Immerzu und immer wieder
Ab7/C             B
schlÀgt der Niederschlag mich nieder.
Bb7            Bb7         Ebm Db Ebm
Deswegen find' ich Regen auch mega negativ.

***VERSION 1***
[Strophe 3]
Ebm                       Gb
Zugegeben, Regen bringt Segen in entlegenen Gegenden,
Db                            Ebm
denn da regnet's in der Regel eh nich'.
Ebm               Gb
Aber hier haben wir vom Regen hingegen
Db                   Ebm
ja wohl eher zu viel als zu wenig.
B                       B
Es gibt nur eine einzige Gelegenheit,
Ebm                            Ebm
zu der mich ausnahmsweise mal der Regen freut,
B                      Cdim
und zwar an besonders heißen Sommertagen,
Fm7                      Bb7
wenn die MĂ€dels obenrum nur weiße T-Shirts tragen.

[Strophe 4]
Ebm                      Gb
Ansonsten ist fĂŒr mich als Liedermacher
Db                         Ebm
Regen echt der allergrĂ¶ĂŸte Widersacher.
Ebm                              Gb
Ich bin mir sicher, selbst wenn es hier jetzt nicht mehr regnen
Db                      Ebm
wĂŒrde, regnet es hundert pro wieder nachher.
B                              B
Mich fragen manchmal die Kollegen:
Ebm                          Ebm
Sag mal, weswegen singst du Lieder gegen Regen?
B                           Cdim
Warum nicht gegen Terror oder Krieg
Fm7              Bb7
oder die US-amerikanische Außenpolitik?

[Refrain 2]
Bb7 Bb7 Bb7 Bb7
...Ă€h...ja, okay.
Ebm          Ebm
Dann sing' ich jetzt halt gegen Ronald Reagan.
Abm                              Ebm
Der hörte damals schon nicht auf, mich aufzuregen.
Ebm                 Gb    Ab    Bb7              Bb7
Doch er war nix im Vergleich zu Nixon oder Bush, dem blöden Wichser!
Ebm          Db
Ich glaub', von allen inkompetenten
Ab7/C           B
amerikanischen PrÀsidenten
Bb7              Bb7             Ebm   Db  Ebm
verzapfte wohl noch keiner so viel Pfusch wie Bush.

[Zwischenspiel]
Ebm | Ebm   | Abm   | Ebm |
Ebm | Gb Ab | Bb7   | Bb7 |
Ebm | Db    | Ab7/C | B   |
Bb7 | Bb7   |

[Strophe 5]
Db - Ebm            Ebm - Gb
Man sollte, sagen die Kollegen,
Gb - Db                   Db - Ebm
den politischen Protestsong auf allen Wegen pflegen.
Db - Ebm                        Ebm - Gb
Ja okay, meinetwegen. Trotzdem singe ich statt gegen
Gb - Db                      Db - Ebm
Nixon, Bush oder Reagan lieber Lieder gegen Regen.
B                             B
Denn gerade, was Bush betrifft, gibt es einen prÀgenden
Ebm              Ebm
Unterschied zum Regen, denn
B                       Cdim
wir mĂŒssen Bush nur noch kurze Zeit ertragen.
Bb7
Den Regen hingegen
?

[Refrain 3]
Ebm       Ebm
Deswegen bin ich gegen den Regen.
Abm                             Ebm
Der Regen hört nicht auf, mich aufzuregen.
Ebm               Gb      Ab     Bb7 Bb7
Regen macht mich tierisch depressiv.
Ebm           Db
Immerzu und immer wieder
Ab7/C             B
schlÀgt der Niederschlag mich nieder.
Bb7            Bb7         Ebm  Db  Ebm6
Deswegen find' ich Regen auch mega nega-TIEF.

***VERSION 2***
[Strophe 3]
Ebm                       Gb
Zugegeben, Regen bringt Segen in entlegenen Gegenden,
Db                            Ebm
denn da regnet's in der Regel eh nich'.
Ebm               Gb
Aber hier haben wir vom Regen hingegen
Db                   Ebm
ja wohl eher zu viel als zu wenig.
B                       B
Es gibt nur eine einzige Gelegenheit,
Ebm                            Ebm
zu der mich ausnahmsweise mal der Regen freut,
B                      Cdim
und zwar an besonders heißen Sommertagen,
Fm7                      Bb7
wenn die MĂ€dels obenrum nur weiße T-Shirts tragen.

[Strophe 4]
Ebm                           Gb
Aber abgesehen von solcherlei Geschichten
Db                       Ebm
kann ich auf Regen sonst ziemlich gut verzichten,
Ebm                             Gb
weswegen ich in diesem Jahr beschloss, 'nen entspannten
Db               Ebm
Urlaub einzulegen am Ostseestrand. Denn
B                                 B
ich war da schon ein paarmal, und ich find's
Ebm                       Ebm
im Sommer ganz besonders schön auf RĂŒgen in Binz.
B                          Cdim
Aber kaum, dass ich in Binz am Strand lieg',
Fm7                      Bb7
fÀngt's an zu regnen... und ich werde grantig!

[Gesprochen:] Das kann ja wohl nicht wahr sein, verdammt!

[Refrain 2]
Ebm   Ebm
Hier muss ich echt mal RĂŒgen rĂŒgen!
Abm                          Ebm
RĂŒgen ist bei Regen kein VergnĂŒgen.
Ebm            Gb       Ab      Bb7  Bb7
Nee, im Gegenteil. Ach, wÀr ich doch nie hergekommen!
Ebm              Db
Eins ist sicher, nÀchsten Sommer
Ab7/C             B
da komme' ich gewiss nicht nomma!
Bb7                       Bb7              Ebm Db Ebm
Ne, da mach' ich mich auf und davon und fahr' nach Usedom.

[Zwischenspiel]
Ebm | Ebm   | Abm   | Ebm |
Ebm | Gb Ab | Bb7   | Bb7 |
Ebm | Db    | Ab7/C | B   |
Bb7 | Bb7   |

[Strophe 5]
Db - Ebm                  Ebm - Gb
Der liebe Gott sprach seinerzeit zu Noah:
Gb - Db                   Db - Ebm
„Noah, ich hab mit dir ne Menge vor.
Db - Ebm                 Ebm - Gb
Mir, deinem göttlichen Monarche,
Gb - Db                       Db - Ebm
baust du jetzt ne ordentliche Arche.
B                    B
Ne richtig Große, kein so kleines Ärchchen,
Ebm                              Ebm
und dann holst du mir von jedem Tier ein PĂ€rchen.
B                                    Cdim
Nur die Fische nicht – ist ja klar – und das Seafood,
Fm7              Bb7
denn die ĂŒberleben ja die Flut.“

[Strophe 6]
Ebm                  Gb
Noah tat, wie ihm befohlen,
Db                     Ebm
alle Tiere sofort an Bord zu holen.
Ebm                      Gb
Schließlich hatte er nen riesigen Schwimmzoo,
Db                       Ebm
er zĂ€hlte durch und sagte stolz: „Stimmt so!
B                          B
Die Schotten dicht, wir sind klar zum Ablegen!“
Ebm                Ebm
Doch eines fehlte ihm noch: - Regen! - Genau!
B                       Cdim
Der Himmel war wolkenlos und blau.
Fm7                         Bb7
Noah stöhnte und sprach zu seiner Frau:

[Refrain 3]
Bb7   Bb7   Bb7                         Ebm   Ebm
„Du, Liebling, ich hĂ€tt ja jetzt nichts gegen Regen.
Abm                             Ebm
So’n bisschen Regen kĂ€m jetzt wirklich sehr gelegen.
Ebm                Gb     Ab      Bb7           Bb7
Ich mein, weswegen hab ich diese Arche sonst gebaut? Und ĂŒberhaupt:
Ebm                Db
Der liebe Gott soll sich mal sputen,
Ab7/C        B
unsre Erde sintzufluten,
Bb7                  Bb7            Ebm      Db    Ebm6
denn sonst werden wir wohl warten mĂŒssen, bis der SĂŒdpol taut.“

***VERSION 3***
[Strophe 3]
Ebm                      Gb
Zugegeben, in entlegenen Gegenden ist der Regen ein Segen, denn
Db                         Ebm
Da regnet’s in der Regel eh nicht.
Ebm               Gb
Aber gegenwÀrtig fÀllt Regen tendenziell
Db                        Ebm
entweder zu viel oder zu wenig.
B                                 B
Erst regnet’s hier im Sommer schier unglaublich
Ebm                 Ebm
Und dann wochenlang ĂŒberhaupt nicht.
B                       Cdim
Mittlerweile haben wir – kein Scherz –
Fm7                     Bb7
SchneestĂŒrme im Mai und dreißig Grad im MĂ€rz.

[Strophe 4]
Ebm                        Gb
Wir wissen inzwischen: Hierbei handelt’s
Db                Ebm
sich um die Vorboten den Klimawandels.
Ebm                  Gb
Und uns droht eine Reihe von doofen
Db                 Ebm
weitaus schlimmeren Naturkatastrophen,
B                   B
weswegen ich derzeit dabei bin,
Ebm              Ebm
mein Regenlied umzuschreiben.
B                            Cdim
Und zwar zu ‘nem Protestsong, das hat schließlich schon
Fm7                         Bb7
hier bei uns in Deutschland eine lange Tradition.
Bb7
[Gesprochen:] Na, wisst ihr noch, wogegen wurde hier
Bb7                                       Bb7
damals nicht schon alles gesungen, in den Achtzigern?
Bb7              Bb7           Bb7
Pershing, atomare AufrĂŒstung, Gorleben


[Refrain 2]
Bb7                       Ebm          Ebm
Und nicht zuletzt auch gegen Ronald Reagan.
Abm                               Ebm
Der hörte damals schon nicht auf, mich aufzuregen.
Ebm                 Gb    Ab    Bb7      Bb7
Doch er war nix im Vergleich zu Nixon oder Trump. Verdammt!
Ebm          Db
Ich glaub', von allen inkompetenten
Ab7/C           B
amerikanischen PrÀsidenten
Bb7          Bb7            Ebm Db   Ebm
war noch keiner so ungeeignet fĂŒr das Amt wie Trump.

[Zwischenspiel]
Ebm | Ebm   | Abm   | Ebm |
Ebm | Gb Ab | Bb7   | Bb7 |
Ebm | Db    | Ab7/C | B   |
Bb7 | Bb7   |

[Strophe 5]
Db - Ebm                       Ebm - Gb
Trump leugnet ja, dass sich das Klima wandelt.
Gb - Db                      Db - Ebm
Es wÀre schön, wenn der Mann endlich mal den Rand hÀlt
Db - Ebm                 Ebm - Gb
und auch unserer Regierung mal was einfÀllt,
Gb - Db                    Db - Ebm
wie sie die selbstgesteckten Klimaziele einhÀlt.
B                         B
Zum GlĂŒck rĂŒckt immer stĂ€rker ins Bewusstsein:
Ebm                                  Ebm
Wenn die Erde stirbt, wird das ein schmerzlicher Verlust sein.
B                            Cdim
Und davor gibt es fĂŒr uns alle kein Entrinnen,
Fm7                       Bb7
drum, sehr geehrte EntscheidungstrÀger*innen:

[Refrain 3]
Ebm        Ebm
Es wird Zeit, dass Sie sich regen und bewegen,
Abm                           Ebm
statt den Ast, auf dem wir sitzen, abzusÀgen.
Ebm               Gb    Ab    Bb7  Bb7
Es geht ums Überleben, drum nutzen wir jede Gelegenheit,
Ebm           Db      Ab7/C    B
der Zerstörung des Planeten entgegenzutreten
Bb7              Bb7
und nicht erst morgen, sondern heute,
Ebm         Db        Ebm6
denn es bleibt nicht mehr viel Zeit.